8. Elternvertretung

8.1 Elterninteressensvertretung – wer oder was ist das?

Elternvertretungen sollen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schule und Elternhäusern ermöglichen und Eltern an allen wesentlichen, die Schule betreffenden, Entscheidungen beteiligen. Dies gilt insbesondere für die Erstellung, Fortschreibung oder Änderung pädagogischer Konzepte.

Jede Klasse hat in der Regel zwei Elternvertreter, die als Klassenelternsprecher (KES) bzw. Stellvertreter die Anliegen der Erziehungsberechtigten einbringen. Die Liste aller Klassenelternvertreter finden Sie hier. Zudem wählen die Eltern noch zwei weitere Eltern als Wahlvertreter.

Die Elternverteter und die Wahlvertreter jeder Klasse (insgesamt 4 Personen) wählen aus dem Kreise aller Eltern des Gymnasium Nackenheim einen Schulelternbeirat für eine zweijährige Amtszeit, der die Gesamtelterninteressen vertritt. Die aktuellen Mitglieder des Schulelternbeirates finden Sie hier.

Informationen zu rechtlichen und politischen Grundlagen der Elternarbeit finden Sie auf der Homepage des Landeselternbeirates.

8.2 Worum kümmert sich der Schulelternbeirat?

Im Schulelternbeirat engagieren sich gewählte Elternvertreter aus unterschiedlichen Klassen und der MSS. Der Schulelternbeirat tritt regelmäßig zu Sitzungen mit der Schulleitung und ggf. eingeladenen Gästen zusammen.

Zu den Aufgaben des Schulelternbeirates (SEB) gehören unter anderem:

  • die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Schule zu fördern,
  • die Interessen der Elternschaft zu wahren,
  • immer wieder Anregungen zu geben, Vorschläge zu unterbreiten und zu beraten,
  • Wünsche und Vorschläge der Eltern zu bündeln und diese an die Schulleitung weiterzugeben,
  • Eltern und hier insbesondere die Klassenelternsprecher zu informieren,
  • in unterschiedlichen Gremien mitzuwirken,
  • die Mitwirkungsrechte der Eltern am Gymnasium Nackenheim wahrzunehmen,
  • Eltern gegenüber der Schule (Schulleitung), der Schulverwaltung (ADD Neustadt), dem Schulträger (Kreis Mainz-Bingen) und der Öffentlichkeit zu vertreten,
  • in Zusammenarbeit mit der Schulleitung die Schule mitzugestalten, z.B. auch bei Schulfesten und Informationsveranstaltungen.

Weiterhin arbeiten die Mitglieder des Schulelternbeirates in verschiedenen Gremien (Arbeit des SEB’s) mit:

  • Schulausschuss
  • sämtlichen Fachkonferenzen
  • Gesamtkonferenz
  • Schulbuchausschuss
  • Steuergruppe
  • ARGE SEB
  • Arbeitskreis Schülerbeförderung
  • Arbeitskreis Mensa / Kiosk
  • Arbeitskreis Medienkompetenz
  • Arbeitskreis Profil

sowie anderen Konferenzen wie bspw. Klassenkonferenzen.

8.3 Wie nehme ich Kontakt zum Schulelternbeirat auf?

Die aktuell gewählten Mitglieder des Schulelternbeirates und den amtierenden Schulelternsprecher und dessen Stellvertreter finden Sie auf der Homepage hier unter „Wer macht was“ in unserer Elternarbeit? Dort finden Sie auch die E-Mail-Adresse des Schulelternsprechers: E-Mail . In dringenden Fällen erhalten Sie im Sekretariat die telefonischen Kontaktdaten des Schulelternsprechers.

8.4 Wie lade ich als Klassenelternsprecher zu einem Elternabend ein und wie führe ich ihn durch?

Der Klassenelternsprecher / die Klassenelternsprecherin (KES) lädt mindestens einmal pro Halbjahr nach vorheriger Terminabsprache mit dem Klassenlehrer zu einem Elternabend ein. Die Einladung inkl. Tagesordnung sollte den Eltern spätestens 14 Tage vorab zugehen.
Eine Ausnahme hiervon ist der Wahlabend, der bei Bedarf kurz nach den Sommerferien abgehalten wird. Zu diesem Abend lädt die Schulleitung.

Der Schulelternbeirat hat ein Konzept für die Durchführung von Elternabenden erarbeitet:
Grundlegende Aspekte und Hinweise auf rechtliche Grundlagen finden Sie  hier.
Das Konzept umfasst neben Inhaltsvorschlägen für Elternabende im Verlaufe des Schuljahres und deren Terminierung, eine an die jeweiligen Jahrgangsstufen angepasste Themenliste und Tipps zur Planung sowie zur Durchführung des Elternabends.

Die überwiegende Anzahl der Elternabende verläuft in einer konstruktiven Atmosphäre, nur in wenigen Veranstaltungen prallen Meinungen und Sichtweisen aufeinander. Diese so zu moderieren, dass dennoch Annäherungen möglich werden, ist für Elternvertreter, die in der Arbeit des Klassenelternsprechers weniger geübt sind, nicht immer einfach. Eine Checkliste und ein Ablaufplanung kann die Vorbereitung eines konfliktbelasteten Elternabends den Elternvertretern möglicherweise erleichtern. Sie können sich in solchen Fällen natürlich auch direkten Rat beim Schulelternbeirat holen.

8.5 Jahrgangsstufenbeauftragte

Die Mitglieder des Schulelternbeirats wählen aus ihren Reihen für jede Klassenstufe einen Jahrgangsstufenbeauftragten. Dieser hat die Aufgabe, relevante Informationen aus den Gremien an den Jahrgang weiterzugeben und Anliegen des Jahrgangs zu vertreten. Außerdem ist der jeweilige Beauftragte Ansprechpartner für die Klassenelternsprecher der Klassenstufe. Er kann jederzeit beratend zur Seite stehen, wenn z.B. ein Elternabend geplant werden soll, Tipps für Lehrergespräche benötigt werden, besondere Situationen in der Klasse auftreten etc. Die aktuellen Jahrgangsstufenvertreter finden sie hier

8.6 Rechtliche Grundlagen der schulischen Elternarbeit
in Rheinland-Pfalz

Grundlage Schulgesetz:

Beteiligung an der Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Schule
Wahrung des Elterninteresses im Rahmen der schulischen Erziehung
Festigung des Vertrauensverhältnisses zwischen Elternhaus und Schule

Wo können Eltern mitarbeiten?

  • als Klassenelternvertreter
  • im Schulelternbeirat
  • im Bezirkselternbeirat
  • im Landeselternbeirat

Welche Festlegungen gibt es für eine Klassenelternversammlung?

Einberufung durch den Klassenelternsprecher mittels eines Einladungsschreibens, das die Tagesordnung enthält und 14 Tage vor dem geplanten Termin zugestellt wird.
Pro Schuljahr sollte eine Klassenelternversammlung stattfinden.
Eine Klassenelternversammlung muss auf Antrag von mindestens fünf Eltern oder der Klassenleiterin / des Klassenleiters stattfinden.  Sitzungsort: die Schule (empfohlen), Ortswechsel möglich  Die Klassenleiterin / der Klassenleiter nimmt immer teil, deswegen ist eine rechtzeitige Terminabsprache mit ihr / ihm notwendig.
Eilfall: mündliche Einladung ohne Frist, Tagesordnung ist bekannt

Durchführung der Klassenelternversammlung

  • Anwesenheitsliste ausfüllen lassen
  • Namensschilder – sofern noch nötig – erstellen / verteilen
  • Eventuell Protokoll, u.U. sehr kurz: nur Thema des Abends
  • Sofern Abstimmungen geplant sind, zu Beginn des Elternabends die
  • Beschlussfähigkeit feststellen.
  • Bei Abstimmungen zählt die einfache Mehrheit (Stimmrechtregelungen beachten!)
  • Lehrerinnen und Lehrer nehmen nur nach ausdrücklicher Einladung teil.

Weitere Möglichkeiten für unsere Schule aktiv zu sein:

  • im  Arbeitskreis Profil
  • in der Elterninitiative am Tag der offenen Tür
  • bei verschiedenen Aufsichten

8.7 Terminierungen von Elternabenden / Erster Elternabend

Terminierung in den ersten beiden Schulwochen
Einladung erfolgt bei anstehenden Wahlen durch KlassenleiterIn oder bereits durch KlassenelternsprecherIn, falls keine Wahlen anstehen
Themen sind (außer Wahlen) organisatorische Fragen, die sich auf die Klasse und deren Belange beziehen
Von Schulseite nimmt die/der KlassenleiterIn teil

Zweiter Elternabend
Im Zeitraum von kurz vor bis kurz nach den Herbstferien (Terminvorschlag kommt evtl. von der Schulleitung)
Einladung erfolgt durch KlassenelternsprecherIn – wenn gewollt nach der SEB-Vorlage
Themen: anstehende klassenbezogene Themen oder Themen, die aus der Themenliste entnommen werden können
KlassenleiterIn hält Kontakt zu Fachlehrerinnen und Fachlehrer und organisiert deren Kommen
Andere Fachlehrer können aus Interesse teilnehmen.

Herbstabfrage
schulinterne Maßnahme im Herbstzeitraum
Feststellung, ob es Auffälligkeiten in den Bereichen Verhalten, Mitarbeit oder Leistung gibt.
ggf. Kontaktaufnahme mit den Eltern, zum Beispiel am Elternsprechtag

Elternsprechtag
übliche, bekannte Form (10-Minuten-Takt)
in der Regel im Januar

ggf. dritter Elternabend
vom SEB zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres empfohlen
klassenbezogene Themen, eventuell ergänzt durch Vorschläge aus der Themenliste

8.8 Mögliche Themen von Elternabenden

Auf der folgenden Liste finden Sie mögliche Themen für Elternabende in den einzelnen Klassen und Stufen, die der Schulelternbeirat erarbeitet hat. Sie sind als mögliches Angebot neben den obligatorischen Wahl-Elternabenden gedacht. Weitere Themen, die einen Elternabend erfordern, seien es organisatorische oder sich aus der Situation der Klasse ergebende, bleiben davon natürlich unberührt.

Elternabendsthemen

8.9 Planung eines Elternabends

Vorlage zur Planung eines Elternabends

Der Schulelternbeirat hat die folgende Checkliste erarbeitet, die Klassenelternsprecherinnen und -sprechern bei der Planung eines Klassenelternabends helfen kann.

Klassenelternabend für die Klasse ___ am ___
Zeitrahmen in dem der Klassenelternabend stattfinden soll: ____

8.10 Durchführung eines Elternabends

Mögliche Anlässe für die Durchführung eines Elternabends: Wahlabend, Vorabsprachen zu einer Klassenfahrt, Bekanntmachen mit den Hauptfachlerinnen und Lehrern, Leistungsverhalten der Klasse, Erläuterungen zur pädagogischen Arbeit o.a.

Organisationsaufgaben der Klassenelternsprecherin / des Klassenelternsprechers vor dem  Elternabend:

Rücksprache mit dem Klassenlehrer und unter Umständen mit weiteren Lehrern
Termin für den Elternabend festlegen (nach Rücksprache mit den betroffenen Lehrern mind. 2 Wochen vorher den Lehrern und dem Sekretariat ankündigen)
Geeignete Sitzordnung wählen (Bankreihen, Tischgruppen, im Kreis o.a. )
Sofern noch nötig Namensschilder herstellen
Einladung mit Tagesordnung (mindestens 14 Tage vor dem Elternabend – bei hoher Dringlichkeit ist eine kürzere Frist möglich) inklusive Rückmeldungsabschnitt an die Eltern

Leitung des Elternabends durch den Elternvertreter:

  • Begrüßung durch den Elternsprecher und Vorstellung des geplanten Ablaufs  Beschlussfähigkeit feststellen (sofern Beschlüsse beabsichtigt sind)
  • Protokollant festlegen falls notwendig,  Anwesenheitsliste ausfüllen lassen
  • Thematisieren, ob Gespräch im Plenum, in Tischgruppen o.a. Gesprächskonstellationen geführt werden soll
  • Eventuell Expertenvortrag einführen
  • Diskussionsleitung / Moderation

8.11 Konfliktbelasteter Elternabend

Die überwiegende Anzahl der Elternabende verläuft in einer konstruktiven Atmosphäre, nur in wenigen Veranstaltungen prallen Meinungen und Sichtweisen hart aufeinander. Diese so zu moderieren, dass dennoch Annäherungen möglich werden, ist für Elternvertreter, die in der Arbeit des Klasseneltersprechers weniger geübt sind, nicht immer einfach. Die nachfolgende Checkliste kann die Vorbereitung eines konfliktbelasteten Elternabends den Elternvertretern möglicherweise erleichtern. Checkliste zur Vorbereitung eines konfliktbelasteten Elternabends,    Problemsituation tritt in der eigenen Klasse auf / wird als solches wahrgenommen und mehrfach thematisiert

  • Infos einholen: Sind alle (viele) betroffen? Nur dann ist ein Elternabend sinnvoll.
  • Weitere Informationen einholen durch Rücksprache mit dem Klassenlehrer und u. U. mit weiteren Lehrern
  • Termin für den Elternabend festlegen (nach Rücksprache mit den betroffenen Lehrern mindestens zwei Wochen vorher den Lehrern und dem Hausmeister ankündigen)
  • Eventuell einen Experten (Schulpsychologe, Erziehungsberatung u.a.) für das Thema suchen (Finanzierungsfragen mit der Schulleitung klären)
  • Geeignete Sitzordnung wählen (Bankreihen, Tischgruppen, im Kreis o.a.)
  • Sofern noch nötig Namensschilder herstellen
  • Im Vorgespräch zum Elternabend mit Klassenlehrer/-in und absprechen, wem welche Aufgaben an diesem Abend zukommen.
  • Einladung mit Tagesordnung (mind. 14 Tage vor dem Elternabend – bei hoher Dringlichkeit ist eine kürzere Frist möglich) inklusive Rückmeldungsabschnitt an die Eltern

8.12 Ablaufplanung eines konfliktbelasteten Elternabends

  • Begrüßung durch den Elternsprecher und Vorstellung des geplanten Ablaufs
  • Beschlussfähigkeit feststellen (sofern Beschlüsse beabsichtigt sind)
  • Protokollant festlegen (nötig?) und Anwesenheitsliste ausfüllen lassen
  • Thematisieren, ob Gespräch im Plenum, in Tischgruppen o.a.
  • Gesprächskonstellationen geführt werden soll
  • Problemdefinition
  • Eventuell Expertenvortrag zum konkreten Problem / Konflikt
  • Darlegung verschiedener Gesichtspunkte in einer Aussprache
  • Gegebenenfalls im Plenum Ergebnisse zusammentragen
  • Sehr hilfreich in Konfliktsituationen: 10 Minuten als institutionalisierte
  • Denkpause
  • Absprachen / Konsens / Kompromiss
  • Peinlich darauf achten, dass sich keine Tribunalsituation ergibt

8.13 Was ist der Förderverein und wofür setzt sich der Förderverein ein?

Der Förderverein unterstützt in nicht wegzudenkender Art und Weise das Schulleben am Gymnasium Nackenheim und ist eine feste Einrichtung innerhalb der Schulgemeinschaft. Die vielen Mitglieder (Eltern, Ehemalige, Lehrer oder andere Unterstützer) finanzieren mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden ebenso wie der ausgesprochen aktive Vorstand des Fördervereines durch die Mitwirkung an und Durchführung von Veranstaltungen die Arbeit des Vereins.

Der Förderverein unterstützt einzelne Schüler ebenso wie verschiedene schulische Initiativen oder notwendige Anschaffungen einzelner Fachbereiche.

Eine kurze Zusammenstellung der bisherigen und aktuellen Arbeit finden Sie hier.

Wer die handelnden Personen sind, wer den Förderverein unterstützt, welche Aktivitäten durchgeführt werden und vieles mehr erfährt man ausführlicher auf der eigenen Homepage des Vereins.

8.14 Wie kann ich Mitglied im Fördervereins werden?

Das Online-Formular zur Mitgliedschaft finden Sie auf der Homepage des Vereins oder auch in Ihrer Begrüßungsmappe.

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